Die Strahlungsarten und der Entdecker der Radioaktivität

Es gibt insgesamt 5 Strahlungsarten die man zur Radioaktivität zählt. Sie sind unterschiedlich gefährlich.

α

Alpha-Strahlung 

Beim Alpha-Zerfall spucken große Atomkerne kleinere Atomkerne aus - nämlich die des Elements Helium: Diese so genannten Alpha-Teilchen bestehen aus jeweils zwei positiv geladenen Protonen und zwei neutralen Neutronen. Ein Beispiel für einen Alpha-Strahler ist Radium-226. Es zerfällt in Radon-222.
Diese Strahlungsart lässt sich einfach abschirmen. Ein Stück Papier würde genügen.
Besonders gefährlich ist es einen Alpha-Strahler einzuatmen oder zu essen. Damit bekäme er direkten Kontakt zu den Körperzellen (z.B. zur Lunge).
 
β

Beta-Strahlung
Beim Beta-Zerfall werden in der Regel negativ geladene Elektronen aus dem Kern geschleudert. Man spricht dann vom Beta-Minus-Zerfall. (Es gibt auch einen Beta-Plus-Zerfall, doch der ist unter den natürlichen Radionukliden viel seltener.) Die Elektronen, die die Strahlung ausmachen, kommen übrigens nicht aus dem Nichts: Sie entstehen dadurch, dass sich im Atomkern ein Neutron in ein Proton und ein Elektron umwandelt.
Um sich vor Beta-Strahlung zu schützen ist schon etwas mehr als ein Stück Papier nötigt. Zum Beispiel eine dicke Holzwand.
 
γ

Gamma-Strahlung
Gamma-Strahlung kann als elektromagnetische Welle bezeichnet werden und gleicht daher vom Wesen her der Röntgenstrahlungund dem sichtbaren Licht. Wesentlicher Unterschied: Röntgenstrahlung hat ihren Ursprung in der Atomhülle, Gamma-Strahlung im Kern.
Genau wie Licht breitet sich Gamma-Strahlung mit Lichtgeschwindigkeit aus. Sie hat eine viel höhere Reichweite als Alpha- oder Beta-Strahlung: Um sie abzuschirmen, braucht man - abhängig von ihrer Energie - Bleischilde mit einer Dicke von mindestens 20 Zentimetern oder Betonwände von mindestens einem Meter Dicke.
 
  χ

Röntgenstrahlung
Durchdringende elektromagnetische Strahlung. Die Erzeugung der Röntgenstrahlung geschieht durch Abbremsung von Elektronen oder schweren geladenen Teilchen. In einer Röntgenröhre werden Elektronen durch eine hohe Gleichspannung beschleunigt und auf eine Metallelektrode geschossen. Die dabei entstehende Bremsstrahlung nennt man Röntgenstrahlung.
Ärzte nutzen diese Röntgenstrahlung um unseren Körper zu durchleuchten, zum Aufspüren von inneren Krankheiten.
Diese Strahlung ist genauso gefährlich wie Gamma-Strahlung. Deswegen sollte man solche Röntgenuntersuchung nur in wirklich nötigen Fällen durchführen.

Schützt Euch vor überflüssiger Röntgenstrahlung:


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Ν

Neutronenstrahlung
Neben Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlern gibt es noch einige Sonderfälle. Dabei ist die Neutronenstrahlung sehr wichtig, denn sie spielt bei der Nutzung der Kernenergie eine entscheidende Rolle.Um die Kettenreaktion in einem Atomreaktor zu starten, braucht man freie Neutronen. Diese strahlt zum Beispiel Beryllium ab, wenn man es mit Alpha-Teilchen beschießt.Auch in der Natur existiert Neutronenstrahlung - sie entsteht zum Beispiel in den oberen Schichten der Atmosphäre. Verursacht wird sie dort durch Teilchen, die einzelne Neutronen aus den "Luftmolekülen" schlagen.Dringt ein Alpha-Teilchen in den Beryllium-Kern ein, so entsteht ein instabiles Kohlenstoff-Isotop mit 13 Kernbausteinen (6 Protonen und 7 Neutronen). Einen stabilen Zustand erreicht der Kerndadurch wieder, dass er ein Neutron abstößt. Am Ende steht Kohlenstoff-12.  

Der Entdecker der Radioaktivität

Antoine Henri Becquerel  (geboren am 15. Dezember 1852 in Paris; gestorben am 25. August 1908 in Le CroisicDépartement Loire-Atlantique) war ein französischer Physiker. Er erhielt 1903 gemeinsam mit Marie und Pierre Curie den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der Radioaktivität. Sein Vater war Alexandre Edmond Becquerel, der Entdecker des photoelektrischen Effekts.

Henri Becquerel studierte 1872 bis 1874 an der École Polytechnique. 1874 heiratete er Lucie Jamin. Aus dieser Verbindung stammt als Sohn der Physiker Jean Becquerel. Von 1874 bis 1877 setzte er sein Studium an der École des Ponts et Chaussées fort. Danach begann Becquerel seine akademische Karriere als Assistent an der École polytechnique, deren Lehrstuhl für Physik er 1895 erhielt. Nachdem seine Ehefrau verstorben war, heiratete er 1890 Louise Lorieux. 1896 experimentierte Becquerel mit der Phosphoreszenz von Uransalzen. Nachdem er auf einige in einem dunklen Raum deponierte Präparate eine Fotoplatte gelegt hatte, bemerkte er am 1. März 1896, dass die Platte geschwärzt wurde, obwohl zuvor kein Licht einfallen konnte, der die Uransalze zur Phosphoreszenz hätte anregen können. Dies war ein Hinweis darauf, dass eine Strahlung existiert, die nicht zum Spektrum des sichtbaren Lichts gehört – diese Strahlung nannte Becquerel Uranstrahlen. Ähnliche Eigenschaften weisen auch die kurz vorher entdeckten Röntgenstrahlen und die Kathodenstrahlen auf. Becquerel hatte mit diesem Versuch die Radioaktivität entdeckt. 1900 wies er bei weiteren Forschungen nach, dass die aus dem Atomkern entweichenden schnellen Elektronen (β-Strahlung) magnetisch ablenkbar sind.
 


Quelle: www.kernfragen.de und de.wikipedia.org

Montag 21 Oktober 2019

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